Seit Mai 1979 gibt es in München die Heilpädagogische Tagesstätte Kinderklub, aus der im Sommer 1983 die Heilpädagogische Familienwohngruppe in Issing entstand.
Wir verstehen uns als familienergänzend oder familienersetzend, je nachdem, welche Bedürfnisse und Notwendigkeiten die Kinder mitbringen.
Wir leben und arbeiten mit möglichst familiennahen Strukturen in längerfristiger Betreuung, d.h. wir bieten den Kindern ein zu Hause und ein Wir.
Wir nehmen Mädchen und Jungen ab dem Grundschulalter auf, die eine altershomogene Gruppenstruktur ermöglichen und deren Problemfelder in die Situationen der vorhandenen Kinder hineinpassen.
Wir nehmen 8 Kinder und Jugendliche auf, die mit unserer Begleitung die Schulbildung und auch die Berufsausbildung erreichen können. Wir betrachten die möglichst konstante Gruppe als heilpädagogischen Faktor und legen Wert auf eine geringe Fluktuation, sowohl bei den Kindern und Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen.
Die Kinder, deren Herkunftsfamilien so entwicklungs-
beeinträchtigend sind, dass eine Heimunterbringung unabwendbar ist, brauchen eine zuverlässige, lang andauernde und emotional sichere Betreuung. Sie benötigen liebevolle Zuwendung mit klaren Strukturen, die ihnen hilft, ihre seelischen und teilweise auch körperlichen Verletzungen, Einsamkeit, Familienenttäuschungen, Entwicklungsrückstände, Defizite, Schulprobleme, Verhaltensauffälligkeiten und Erziehungsschwierigkeiten aufzuarbeiten.
Durch den Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes sollen persönliches Wachstum, soziale Kompetenz und emotionale Entfaltung die Entwicklung individueller Ressourcen ermöglichen.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist häufig aus der Situation der Eltern heraus schwierig. Wenn es Chancen gibt, versuchen wir mit Gesprächen, Besuchen und verschiedenen anderen Interventionen Elternarbeit zu leisten.
Wir versuchen, mit den Kindern und Jugendlichen ihre Vergangenheit und die Situation ihrer Eltern und Herkunftsfamilien zu verstehen. Wir vermitteln ihnen Werte, soziale und emotionale Kompetenz, ein positives Selbstbild und ermutigen und befähigen sie einen eigenen Weg für sich zu finden und zu gehen.
Intensive schulische Förderung und der Aufbau von Leistungsmotivation sind dabei sehr wichtig.
Die kleine Gruppe und das eher ländliche Umfeld sind von Vorteil.




